Ökostrom ist eine tolle Sache und wer sich bei einem Anbieter für einen Ökostrom-Tarif entscheidet gibt seine Verbraucherstimme dem Umweltschutz. "Ökostrom" ist kein geschützter Begriff, es gibt in Deutschland keine für Stromanbieter verbindliche Definition zu Ökostrom. Wer also echten Ökostrom beziehen will, sollte auf Prüfsiegel wie z.B. das vom "TÜV-Süd", das "Grüner Strom Label" oder das "OK-Power Label" achten.

    Der vom "TÜV-Süd mit EE01" zertifizierte Strom wird zu 100% aus erneuerbaren Energien erzeugt.
    Der mit "Grüner Strom Label Gold" zertifizierte Strom wird zu 100% aus erneuerbaren Energien erzeugt.
    Der mit "Grüner Strom Label Silber" zertifizierte Strom wird zu mindestens 50% aus erneuerbaren Energien erzeugt und maximal 50% aus Kraft-Wärne-Kopplung
    Der mit "OK-Power Label" zertifizierte Strom wird zu mindestens 50% aus erneuerbaren Energien erzeugt, bei einem Fondsmodell sind auch 100% möglich

Gruener Strom Label Ökostrom Vergleich

Viele andere Zertifizierungen garantieren lediglich das ein bestimmter Prozentsatz des Stroms aus erneuerbaren Energien stammt. Zudem wird lediglich der Tarif des Stromanbieters zertifiziert, nicht aber der Stromanbieter selber. Wer also ökologischen Strom wirklich unterstützen möchte sollte sich einen Anbieter aussuchen der ausschließlich Ökostrom-Tarife anbietet. Wer es ganz genau wissen möchte sollte auch darauf achten wo der Ökostrom produziert wird. Strom aus Wasserkraft in Norwegen der nach Deutschland gespeist wird schmälert die Öko-Bilanz, wenn auch nur geringfügig. Jeder der ökologischen Strom bezieht unterstützt den Ausbau der Anlagen die zum erzeugen von Ökostrom notwendig sind!

Zu den erneuerbaren Energien (regenerativen Energien) gehören Strom aus Sonnen und Wasserkraft, Windkraft, Erdwärme und Energie aus Biomasse. Regenerative Energien sind umweltfreundlich und, im Gegensatz zu Öl und Kohle, unbegrenzt verfügbar. Außerdem stellen erneuerbare Energien kein besonders Sicherheitsrisiko dar, wie es bei Atomstrom der Fall ist. Auch die Lagerung der genutzen Brennstäbe von Atomkraftwerken ist gefährlich und eine echte Lösung dieses Problems ist nicht in Sicht. Der Atomunfall in Fukushima im Jahr 2011 hat hierzulande zum Umdenken geführt und dieses Umdenken ist auch ein Grund für den beschlossenen Atomausstieg in Deutschland.

 

Übrigens: Selbst wer 100%igen Ökostrom bezieht bekommt immer noch einen kleinen Anteil an Graustrom. Das liegt an den unvermeidbaren Übertragungsverlusten die beim Transport des Stroms durchs Netz entstehen. Diese Verluste werden automatisch von den Netzbetreibern mit Graustrom ersetzt, worauf der Stromanbieter (Stromlieferant) keinen Einfluss hat.

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